Zum Hauptinhalt springen

Zahnfleisch

Parodontitis — die stille Erkrankung

Parodontitis ist in Deutschland der häufigste Grund, warum Erwachsene Zähne verlieren — häufiger als Karies. Sie tut lange nicht weh, und genau das macht sie gefährlich.

Warnzeichen sind Zahnfleisch, das beim Putzen blutet, sich zurückzieht oder anhaltend gerötet ist, dazu Mundgeruch oder Zähne, die sich locker anfühlen.

  • Neupatienten willkommen
  • Deutsch · Español · English
Heller Behandlungsraum mit Zahnarztstuhl und Behandlungseinheit

Wie wir behandeln

Bei Parodontitis greift eine bakterielle Entzündung den Halteapparat des Zahns an — Zahnfleisch, Fasern und Knochen. Verlorener Knochen wächst nicht von allein nach. Das Ziel der Behandlung ist deshalb, die Entzündung zu stoppen, bevor mehr verloren geht.

  1. Befund: Wir messen die Tiefe der Zahnfleischtaschen an jedem Zahn und dokumentieren, wo es blutet. Das ergibt eine Landkarte der Erkrankung.
  2. Bakteriennachweis bei Bedarf: Nicht alle Bakterien verhalten sich gleich. Zu wissen, welche beteiligt sind, kann die Behandlung gezielter machen.
  3. Reinigung der Taschen unter örtlicher Betäubung. Belege und entzündetes Gewebe werden entfernt — sorgfältig und Zahn für Zahn.
  4. Lasertherapie (APDT): eine antimikrobielle photodynamische Behandlung, die Bakterien in der Tasche schonend reduziert, ohne systemisches Antibiotikum.
  5. Nachsorge: Der wichtigste Teil. Parodontitis ist eine chronische Erkrankung; ohne regelmäßige Kontrolle kommt sie zurück. Wir legen mit Ihnen ein Intervall fest, meist alle drei bis sechs Monate.

Rauchen und schlecht eingestellter Diabetes verschlechtern die Aussichten deutlich. Das ist keine Belehrung, sondern eine Information, die zur Entscheidung gehört.

Steril vorbereitete zahnmedizinische Instrumente an der Behandlungseinheit

Häufige Fragen

Kann Parodontitis geheilt werden?

Die Entzündung lässt sich in der Regel zum Stillstand bringen. Verlorener Knochen kommt aber nicht von selbst zurück. Deshalb ist früh behandeln so viel besser als spät — und die Nachsorge kein Zusatz, sondern Teil der Behandlung.

Übernimmt die Krankenkasse die Behandlung?

Die systematische Parodontitisbehandlung ist bei entsprechendem Befund eine Kassenleistung, ebenso die Nachsorge in festgelegten Abständen. Zusatzleistungen wie der Bakteriennachweis oder die Lasertherapie werden privat berechnet.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Die Reinigung der Taschen erfolgt unter örtlicher Betäubung. Danach kann das Zahnfleisch einige Tage empfindlich sein und die Zähne können vorübergehend länger wirken, weil die Schwellung zurückgeht.

Hat Parodontitis Folgen für den restlichen Körper?

Es gibt Zusammenhänge zwischen Parodontitis und Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Deshalb fragen wir nach Ihren Vorerkrankungen und Medikamenten — und deshalb ist eine behandelte Parodontitis mehr als eine Frage der Zähne.

Termin vereinbaren

Online buchen oder anrufen — beides geht.